Der Anlass für die Seite Obernbergersee-in-Gefahr

LETZTES UPDATE DER HOMEPAGE: 13.11.2011 (Pressemitteilung – siehe unten)

13. November 2011: 
 
 
Wir haben von der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg folgende Pressemitteilung erhalten:
APA-PRESSEMELDUNG der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg (10.11.2010):

(2011-11-10_PA Seehotel Obernbergersee als DOWNLOAD)  

Seehotel Obernbergersee: ArchitektInnen bemängeln Planungsqualität des Container-Projekts und fordern Alternativen   

Der Vorsitzende der Sektion Architekten in der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg, Hanno Vogl-Fernheim, hat die bisher bekannten Pläne für einen Gasthof mit Beherbergung sowie Betreiber-wohnung am Ufer des Obernberger Sees neuerlich scharf kritisiert. Anlässlich der Diskussionsveranstaltung TT-Forum zu diesem Projekt von Gerhard Stocker in Obernberg hat Vogl-Fernheim Mittwoch Abend vor allem die Pla-nungsqualität dieses Projekts bemängelt. Das Projekt Stockers sieht neben ei-nem Gastronomiebetrieb direkt am Ufer des Sees auch die Errichtung eines Turms sowie in den Berg gebaute Hotelzimmer in Metall-Containern für Na-turbeobachter/innen vor. Nach Ansicht der Architektenkammer ist schwer vorstellbar, dass sich diese Mischung von einerseits Restaurantgästen mit Kin-dern und Familien am Seeufer mit den Ruhe suchenden Naturfans friktionsfrei bewähren kann. 

Die Architektenkammer stellt sich nicht prinzipiell gegen einen Neubau bzw. eine Revitalisierung des bestehenden Gasthofs am Obernberger See. Aber ne-ben geologischen Bedenken gegen das Neuprojekt sei außerdem klar, dass der geplante neue Turm samt Gastronomie und Containerhotel in seiner Form ei-nen Fremdkörper in der Landschaft des Obernberger Sees darstelle. 

Offenbar ist auch der Betreiber der geplanten Anlage selbst nicht restlos über-zeugt von den vorgesehenen Container-Zimmern, hat er doch bei der Diskus-sion gestern Abend mitgeteilt, daß er es vorziehen wird, sich nicht in einem Container einzuquartieren, sondern natürlich oben im Turm! Ein deutliches Zeugnis davon, daß Herr Stocker von seiner eigenen „Bunker-Konzeption“ of-fensichtlich nicht viel hält.  

Die ArchitektInnen wären bereit, Gerhard Stocker bei der Suche nach einem Alternativprojekt fachlich zu unterstützen und regen einen Wettbewerb zur Findung geeigneter Alternativen an. „Es gibt genügend Fachleute im Alpen-raum, die bewiesen haben, dass auch in landschaftlich sensiblen Räumen wie dem Hochgebirge architektonisch durchaus vertretbare Baukörper errichtet werden können“, reicht Hanno Vogl-Fernheim Projektbetreiber Gerhard Stocker die Hand. Ein gutes Beispiel dafür sei das Naturhotel Chesa Valisa, ein touristisches Juwel im Kleinen Walsertal, das saniert und erweitert wurde bzw. eines in Vals in Graubünden. Das dortige Projekt habe auch dazu beige-tragen, dass der Tourismus im Tal sehr belebt wurde. Das zeige, dass gute Ar-chitektur und der damit verbundene Architekturtourismus sehr wohl auch ein ernstzunehmender Faktor zur wirtschaftlichen Belebung von alpinen Regio-nen sein kann, erklärt der Sektionsvorsitzende der Architekten für Tirol und Vorarlberg. 

Die Unterstützungserklärungen gegen das Container-Hotel-Projekt am Obern-berger See haben inzwischen die stolze Zahl von 9100 erreicht und darüber wurde der Betreiber Gerhard Stocker beim Diskussionsabend in Obernberg von Architekt Vogl-Fernheim informiert. 

Ende APA-PRESSEMELDUNG  

05. November 2011:  
 
EINLADUNG zum ÖFFENTLICHEN “TT-Forum” am 09.November 2011!  
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe TT-Forum (organisiert von der Tiroler Tageszeitung) wird das umstrittenen Hotelprojekt am Obernberger See öffentlich diskutiert. Beim “TT-Forum” am Mittwoch, 9. November, um 19.30 Uhr in Obernberg prallen die unterschiedlichen Positionen aufeinander. Mit TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern diskutieren vor Publikum Gerhard Stocker, Bürgermeister Roman Grünerbl und Hanno Vogl-Fernheim als Vorsitzender der Sektion Architekten in der Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten. Wir laden Sie herzlich am “TT-Forum” teilzunehmen.

 

“TT-Forum” Obernberger See
Mittwoch, 9. November 2011, 19.30 Uhr
Gemeindesaal Obernberg
 
 

 
10. April 2011:  
 
Liebe UnterstützerInnen der Initiative Obernbergersee-in-Gefahr

Es ist erfreulich, daß sich bisher derart viel Menschen für dieses Thema interessieren und mit ihrer Zivilcourage demokratsich für die Erhaltung dieses Naturjuwels eintreten:

heutiger Stand (10.04.2011):
1.121 Unterschriftenlisten (Geschäfte, etc.)
462 Unterschriften Gasthaus OS
4.458 Unterschriften Homepage
2.909 Unterschriften Facebook
8.950 Unterschriften Gesamt

Unser Zwischenergebnis ist noch vor Weihnachten an den Landeshauptmann gegangen, der in seiner Beantwortung den derzeitigen Rechtsweg nicht infrage stellen will.
    

folgende brisante Information ist in den letzten Tagen an uns herangetragen worden:
  • der Gemeinderat Obernberg hat sich – nach einer neuerlichen Vorstellung des Betreibers – neuerlich einstimmig für das Projekt REFUGIA entschieden!
  • die Bauverhandlung wird in den nächsten Wochen erwartet!
  • der Widerstand wird als “eingeschlafen” angesehen – tatsächlich hat die Verschiebung der Bauverhandlung bei den meisten den Eindruck erweckt, daß das “Projekt nicht mehr aktuell” ist – das Gegenteil ist leider der Fall
  • für einen Erfolg des Widerstandes wird es notwendig sein durch weiteres Sammeln von Unterschriften, Argumenten, Einträgen in den Kommentaren, Ideen, Lösungsvorschläge …zu unterstützen. Ein Erfolg ist aber erst gegeben, wenn es zur endgültigen Absage des laufenden Projektes kommt. Da ein neuer Termin für die Bauverhandlung nun kurz bevor steht, bittet das Personenkomitee nun erneut um das Engagement aller!
  • Widerstand gegen das Projekt alleine erscheint uns aber noch nicht ausreichend: wir sind dabei, Vorschläge zu sammeln für das thema “Zukunft Obernbergtal”.

 auf ein gutes Gelingen
Vielen Dank für die Unterstützung!
    

27. September 2010:  
 
  
APA-PRESSEMELDUNG (27.09.2010):
 
Am Ufer des romantischen Obernberger Sees im Tiroler Obernbergtal droht eine kapitale Bausünde. Sie muss unbedingt verhindert werden, betonten die Gegner einmal mehr in der heutigen Pressekonferenz in Innsbruck.
 
„Es ist fast Zwölf“, sagt Thomas Moser, Vorsitzender der Sektion Architekten der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg bei der heutigen Pressekonferenz. „Fast Zwölf heißt: In zwei Tagen ist die Bauverhandlung “, präzisiert er.      

Am 29. September findet in Obernberg im gleichnamigen Seitental des Wipptales die Bauverhandlung zu einem Tourismusprojekt statt, das seit bekannt Werden der Pläne heftig in der Kritik steht.           

In unmittelbarer Nähe zum Obernberger See mitten im Landschaftsschutzgebiet Nößlachjoch-Obernberger See–Tribulaune will der Tiroler Unternehmer Gerhard Stocker auf einer Fläche von 3.500 Quadratmetern eine 40-Betten-Tourismusanlage mit Ausflugsgasthof, Wellnesseinrichtungen und Seminarräumlichkeiten errichten. Seit Monaten kämpft die Tiroler Architektenschaft mit zahlreichen Mitstreitern, darunter der Österreichische Alpenverein und die Naturfreunde Tirol, gegen die Umsetzung dieser „kapitalen Bausünde“ in einer der idyllischsten Gegenden Tirols. Besonders sauer stößt den Gegnern auf, dass für dieses „Natur- Refugia Obernberger See“ 14 Stahltanks als Wohneinheiten in die Erde eingelassen werden sollen. Auch das zentrale Haupthaus sei in seiner Dimension viel zu wuchtig. Das Projekt bestehe aus einem „Ballermannturm“ samt „Hobbitland“, sagen die Projekt-Gegner. Über 3.600 Unterschriften wurden bisher via Internet gesammelt (www.obernbergersee-in-gefahr.at) dazu 2.500 Einträge auf Facebook und ca. 500 auf Papier. Bauwerber und Politik zeigen sich vom Gegenwind bisher allerdings wenig beeindruckt.           

Bei der heutigen Pressekonferenz haben Vertreter der Sektion Architekten der Kammer und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg, der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Tirol, von aut.architektur und tirol, des Personenkomitees der Initiative „obernbergsee-in-gefahr“, des ÖAV und der Naturfreunde Tirol ihre Forderungen noch einmal bekräftigt:           

Kein Hotelneubau am Ufer des Obernberger Sees, keine Erschließung für den allgemeinen und hotelbedingten Kraftfahrzeugverkehr.           

„Der ländliche Landschaftsraum hat bei uns in Tirol gegenüber Bausünden keinen qualifizierten Schutz“, erklärt Thomas Moser, gerade an so sensiblen Orten wie dem Obernberger See müsse aber unbedingt auf eine gegenüber der Landschaft rücksichtsvolle Bauweise geachtet werden, das Projekt „Natur-Refugia Obernberger See“ erfülle das in keiner Weise. Der seit 1935 unter Naturschutz stehende Obernberger See, ist 1984 Teil des Landschaftsschutzgebiets Nößlachjoch-Obernberger See-Tribulaune und gilt als einmaliges Naturjuwel. Der Bergsee ist seit Jahrzehnten beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen und Gästen. „Eine derartige privatwirtschaftliche Nutzung eines der schönsten Landschaften Europas ist gesellschaftlich nicht akzeptabel. Ein schlichtes ‚Ausflugsgasthaus’ mit ein paar Zimmern und einer guten Küche wird von allen ausnahmslos gutgeheißen“, meint Peter Lorenz, Mitglied des Personenkomitees „obernbergersee-in-gefahr“ und spricht von einer „irreversiblen Disneyfizierung von landschaftlichem Kapital“ und einer „Verhöhnung alter und neuer Baukultur in Tirol“. Die Gegner befürchten zudem, dass das Refugia-Konzept nicht aufgeht, das allgemeine Zufahrtsverbot aufgehoben wird und die Wohntanks letztlich in Zweitwohnsitze umfunktioniert werden. Dadurch würde der bisher öffentliche Charakter dieses beliebten Erholungsraums verloren gehen, und der „Neubau privaten Charakter bekommen“, wie Rainer Noldin, Präsident der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs Landesverband Tirol, festhält. In die gleiche Kerbe schlägt Carola Wartusch, kaufmännische Landesgeschäftsführerin der Naturfreunde Tirol: „Durch das geplante Hotelprojekt mit Wellness-Schwerpunkt soll eine völlig andere Zielgruppe angesprochen werden: Ruhesuchende, die sich in so genannte ‚Refugia’ zurückziehen, Seminargäste, die sich von der Abgeschiedenheit inspirieren lassen. Diese Gäste werden sich durch schreiende Kinder und bellende Hunde mit Sicherheit gestört fühlen – Unstimmigkeiten und Konflikte sind so vorprogrammiert.“           

Die Teilnehmer der Pressekonferenz fordern einmal mehr die Planung eines architektonisch stilvollen und zurückhaltenden, einfachen Gasthauses und die Einrichtung eines „Beirats für Landschaft und Baukultur“, um gerade bei landschaftlich sensiblen Baufragen architektonische Qualität zu gewährleisten.           

Weitere Infos unter www.obernbergersee-in-gefahr.at           

Statements:  
 
Architekt Dipl.Ing. Thomas Moser
Vorsitzender der Sektion Architekten der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg  

Fakt ist, raumordnungsrechtlich ist das Fehlen architektonischer Qualität kein Tatbestand. In manchen Siedlungsbereichen schützen die Organe nach dem Stadt- und Ortsbildschutzgesetz (SOG), zahlreiche Kommunen in Österreich haben Gestaltungsbeiräte.          

Der ländliche Landschaftsraum hat bei uns in Tirol gegenüber Bausünden keinen qualifizierten Schutz.          

In Südtirol gibt es den ”Landesbeirat für Baukultur und Landschaft”, ein Expertengremium, das in sensiblen Fällen bei Bauvorhaben im ländlichen Raum angemessene Qualität fordert. Am Ufer des Obernberger Sees wäre ein solcher Beirat mit Sicherheit tätig geworden und hätte eine hohe, beruhigende Hürde dargestellt, eine, die dem Landschaftsschutzgebiet und dem hier charakteristischen Erholungswert gerecht wird.         

Architekt Dipl.Ing. Rainer Noldin
Präsident der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs Landesverband Tirol
 Der Wert des Obernberger Sees und seiner Umgebung hat derzeit öffentlichen Charakter, das Gasthaus dient der Allgemeinheit als klassische Berghütte mit Unterkunft und Verpflegung. Durch den Neubau würde dies verloren gehen. Die Forderung der ZV Tirol ist somit: Kein Neubau mit privatem Charakter. Alternativen dafür finden sich weitab vom See im Dorf Obernberg.
 
Architekt Dipl. Ing. Peter Lorenz
peter lorenz ateliers
  • Die Architekten haben ihren Anteil an gesellschaftlicher Mitverantwortung für das aufzeigen von schweren Bausünden
  • dieser Neubau keinesfalls im öffentlichen Interesse liegt. web-kommentare: Vermutung von der Umwandlung in Zweitwohnsitze
  • eine derartige privatwirtschaftliche Nutzung eines der schönsten Landschaften Europas ist gesellschaftlich nicht akzeptabel
  • dieses Projekt entspricht einer irreversiblen „disneyfizierung“ von landschaftlichem Kapital und ist eine Verhöhnung alter und neuer Baukultur in Tirol
  • wir schlagen nachhaltige und attraktive Alternativen für das Obernbergtal vor
Dipl. Ing. Paul Burgstaller
bad architects group
Tourismus ist einer der treibenden Kräfte für den Denkmalschutz im urbanen Kontext mit dem Argument, dass Touristen wegen diesen erhaltenswürdigen Strukturen nach Tirol kommen. Im Kontext Obernberger See, im Kontext von Landschaft wird Tourismus ironischerweise nun ebenfalls als Argument benutzt. Wir sollten aber Strukturen im Kontext von Landschaft mit der gleichen Sorgfalt diskutieren wie in einem urbanen Kontext. Ein Beirat für Baukultur und Landschaft ist daher dringend notwenig.
 
Mag. Carola Wartusch
kfm. Landesgeschäftsführerin Naturfreunde Tirol
Besonders für Familien, aber auch für Gäste ist dieser See auf Grund seiner Schönheit und seiner leichten Erreichbarkeit ein überaus begehrtes Ausflugsziel. Auch im Winter lädt das Gebiet zum Schneeschuhwandern und Skitourengehen ein. Durch das geplante Hotelprojekt mit Wellness-Schwerpunkt soll jedoch eine völlig andere Zielgruppe angesprochen werden: Ruhesuchende, die sich in so genannte ‚Refugia’ zurückziehen, Seminargäste, die sich von der Abgeschiedenheit inspirieren lassen. Diese Gäste werden sich durch schreiende Kinder und bellende Hunde mit Sicherheit gestört fühlen – Unstimmigkeiten und Konflikte sind so vorprogrammiert. An diesem Platz ist für uns nur ein neues Berggasthaus denkbar, welches mit heimischen Schmankerln und authentischer Gemütlichkeit bei seinen Gästen punktet. Wie man am Beispiel Berglsteiner See sieht, kann ein solches Konzept stimmig und erfolgreich funktionieren.
 
Ende APA-PRESSEMELDUNG
 
Das Juwel Obernbergersee ist in Gefahr.  
  
Im Landschaftsschutzgebiet Nösslachjoch-Obernberger See-Tribulaune droht mit dem Neubau eines Hotels in unmittelbarer Ufernähe des Obernberger Sees eine kapitale Bausünde. 
 
Der See ist ein traditionelles Ausflugsziel im Bereich der Landeshauptstadt. Gerade weil er so schwach erschlossen ist, war und ist er für Generationen von Tiroler Familien mit Kindern das erste selbstergangene Bergziel. Mit dem See und seiner romantischen Atmosphäre ließ sich auch die Generation der couch potatoes ab ca. 4 Jahren in die Höhe locken.
 

"Naturrefugia Obernberger See"- Echo 07-08/2010 Seite79 (Montage Verkleinerung: Thomas Moser)

Die Landschaft muss vor dem vorliegenden Projekt „ Naturrefugia Obernberger See“ geschützt werden. Mehr als ein Gastbetrieb ist in Ufernähe nicht vorstellbar. Eine Hotelanlage müßte jedenfalls ausreichenden Abstand zum See haben, da ansonsten “der See für Alle” ein “See für Hotelgäste” wird – der See in seinem Charakter privatisiert wird.    

 
Wir laden Sie sehr herzlich ein einen Kommentar zu hinterlassen und zusätzlich sich in der Unterschriftenliste für den Erhalt des Naturjuwels einzutragen.

Vielen Dank für die Unterstützung!                   

Architekt Rainer Köberl
peter lorenz ateliers
Architekt Thomas Moser
Architekt Rainer Noldin
bad architects group    
               

Die Betreiber der Homepage
www.Obernbergersee-in-Gefahr.at
   
info[at]obernbergersee-in-gefahr.at 
               

WAS GIBT ES NEUES:            

 10.04.2011
folgende brisante Information ist in den letzten Tagen an uns herangetragen worden:    

  • der Gemeinderat Obernberg hat sich – nach einer neuerlichen Vorstellung des Betreibers – neuerlich einstimmig für das Projekt REFUGIA entschieden!
  • die Bauverhandlung wird in den nächsten Wochen erwartet!
  • der Widerstand wird als “eingeschlafen” angesehen – tatsächlich hat die Verschiebung der Bauverhandlung bei den meisten den Eindruck erweckt, daß das “Projekt nicht mehr aktuell” ist – das Gegenteil ist leider der Fall
  • für einen Erfolg des Widerstandes wird es notwendig sein durch weiteres Sammeln von Unterschriften, Argumenten, Einträgen in den Kommentaren, Ideen, Lösungsvorschläge …zu unterstützen. Ein Erfolg ist aber erst gegeben, wenn es zur endgültigen Absage des laufenden Projektes kommt. Da ein neuer Termin für die Bauverhandlung nun kurz bevor steht, bittet das Personenkomitee nun erneut um das Engagement aller!
  • Widerstand gegen das Projekt alleine erscheint uns aber noch nicht ausreichend: wir sind dabei, Vorschläge zu sammeln für das thema “Zukunft Obernbergtal”.

20.10.2010
Prototyp  
so sieht sie aus, die nobelunterkunft, für den slow food gast. gesehen 19.10.2010.       

 

     

Prototyp Tankelement 20.10.2010

29.09.2010  
Bauverhandlung  (abgesagt) 
ein neuer Termin steht noch nicht fest        

28.09.2010
ORF TIROL: Bauverhandlung abgesagt
http://tirol.orf.at/stories/472893/    
 

     

27.09.2010  
aut.architektur und tirol
Sektion Architekten der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg
Zentralvereinigung der ArchitektInnen Tirols
Personenkomitee der Initiative obernbergersee-in-gefahr (
www.obernbergersee-in-gefahr.at)
laden ein zu:
Pressekonferenz
am 27. September 2010, 10.00 Uhr
im  aut.architektur und tirol
Adambrau, Lois Welzenbacher Platz 1, Innsbruck

01.09.2010  
Unterschriftenlisten zum Auflegen:
Sie können hier eine leere Unterschriftenliste herunterladen und auflegen.
  
17.08.2010  
aktuelle Projekt-Broschüre
Auszüge aus der aktuellen Projekt Broschüre (Version Juli 2010, zur Verfügung gestellt von Gerhard Stocker – Bauherr).
   
 
 

     

"Die Natur als Gastgeber" Auszug Broschüre, Natur Refugia Obernbergersee GmbH & CO KG

"Summery" Auszug Broschüre, Natur Refugia Obernbergersee GmbH & CO KG

"Ansicht" Auszug Broschüre, Natur Refugia Obernbergersee GmbH & CO KG

"Baukonzept" Auszug Broschüre, Natur Refugia Obernbergersee GmbH & CO KG

"Qualität" Auszug Broschüre, Natur Refugia Obernbergersee GmbH & CO KG

16.08.2010  
Schreiben von Landesrat Christian Switak
an die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg

                

Betreff: Hotelneubau am Obernberger See
Datum: 11.08.2010 
           
    

“Sehr geehrter Herr Vorsitzender der Sektion Architekten,
sehr geehrte Damen und Herren! 
           
    

Ich bedanke mich herzlich für den Erhalt Ihres Schreibens, indem Sie schwere Bedenken gegen die geplante Errichtung eines Hotelos am Obernberger See erheben.                

Zu diesem Sachverhalt darf ich Ihnen nach Befassung der dafür rechtlich und fachlich zuständigen Abteilungen des Amtes der Tiroler Landesregierung mitteilen, dass bereits nach dem rechtsgültigen örtlichen Raumordnungskonzept und dem Flächenwidmungsplan der Gemeinde Obernberg aBr jederzeit aus bau- und raumordnungsrechtlicher Sicht der Abbruch des bestehenden Gebäudes sowie die Neuerrichtung eines Gasthofes möglich wäre.                

Gemeinsam mit dem Projektwerber wurde in mehrmonatigen Verhandlungen und Besprechungen eine Adaptierung des Projektes vorgenommen, welches nunmehr sowohl den raumordnungrechtlichen als auch den naturschutzrechtlichen Vorgaben entspricht. In intensiver Zusammenarbeit mit den betroffenen Fachdiensstellen des Amtes der Tiroler Landesregierung und der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck konnte somit ein Konsens erreicht werden, der allen erhobenen Bedenken Rechnung trägt.                

Durch die vorgenommenen Änderungen des örtlichen Raumordnungskonzeptes und des Flächenwidmungsplanes der Gemeinde Obernberg am Brenner sowie der gleichzeitigen Erlassung eines allgemeinen und ergänzenden Bebauungsplanes wurde sichergestellt, dass das Projekt genau in der nunmehr vorliegenden Form ausgeführt werden muss.                

Ergänzend darf ich Ihnen mitteilen, dass auch eine Überprüfung des Standorts in Hinblick aud die Sicherheit von Naturgefahren ergeben hat, dass die Verwirklichung des gegenständlichen Projektes zulässig ist.                

Abschließend wird noch darauf hingewiesen, dass das in der Zeitschrift „ECHO“ beschriebene Projekt bereits überholt ist und somit nicht mehr Gegenstand der Beurteilung durch die Landesregierung war.                

Mit freundlichen Grüßen
Landesrat Christian Switak”
 
               

09.08.2010
Kommentar

Auf den Punkt bringt es Architekt Jörg Streli  
               

„Der Anschlag auf das Naturjuwel Obernberger See muss verhindert werden. Das ganze Hochtal:See,Ufer,umliegende Almen und Berge sind ein einmalig schöner -leicht erreichbarer Teil unseres Landes ,wie es nur wenige noch gibt. All zu viel ist schon zerstört worden. Ein einfaches zeitgemäßes Berggasthaus sollte dabei durchaus seinen Platz finden. Schöne Beispiele gibt es dafür genug im Alpenraum (Südtirol ,Vorarlberg.Bregenzer Wald,Schweiz, Graubünden etc.)”                 

Verhinderungen und Lösungsvorschläge                  

  • ARCHITEKTEN Architektinnen und Architekten sind schon von Berufs wegen lieber Teil der Lösung als Verhinderer von Projekten
  •  FÖRDERUNG Dass die Mixtur von Ballermannturm, Bauunkultur, Hobbitland und slowfood-Gast ausgerechnet im Landschaftsschutzgebiet gefördert mit Steuermitteln gebaut werden soll, ist nicht nur uns zu viel – wie schon die vielen spontanen Unterstützungen beweisen.
  • QUALITÄT Bitter schmeckt es, wenn das öffentliche Bekenntnis zur Baukultur jährlich als „Preis für neues Bauen in Tirol“ zwar gefeiert aber dann im konkreten Fall nicht gelebt wird. Nicht nur bei den Bergschuhen, dem Essen und den Fußballspielern ist Qualität von entscheidender Bedeutung, sondern auch beim Bauen. Ganz besonders wenn man ein sensibles , angemessenes Alleinstellungsmerkmal sucht.
  • IDEE Ein neues, schlichtes Ausflugsgasthaus mit höchstem architektonischen und ökologischem Anspruch – mit einigen Betten, ist die angemessene, banale und erfolgversprechende Lösung.
  • WETTBEWERB Eine Qualitätshürde in Form einer Fachleutejury , wie sie ein „Beirat für Baukultur und Landschaft“ – nach Südtiroler Muster darstellt oder ein jurierter Wettbewerb der Ideen und Architekturen vertragen sich prima mit dem Schutz von Landschaft und Naturjuwel. Das sollte im ganzen Land Schule machen.

Architekt Thomas Moser / Architekt Peter Lorenz                 

08.08.2010
BERICHT ÜBER DAS GESPRÄCH MIT DEN BETREIBERN AM 6. AUGUST 2010

Gerhard Stocker (Bauherr), Bürgermeister Grünerbl (Gemeinde Obernberg) und Ing. Hansjörg Krissmer (Planer) informierten uns, die Architekten Rainer Köberl und Thomas Moser am 6. August -in den Räumen der Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten- detailliert über ihre Absichten und ihr     
               

Konzept
Den Obernberger See erlebte Gerhard Stocker früher als einen Ort der Kraft. Heute steht er vor einem nicht mehr wirtschaftlich sanierbarem Gasthaus mit nahem Ablaufdatum. Eine touristische Insellösung brauche etwas ganz besonderes. Krissmer „Die Natur ist der Star und nature-watching wird immer beliebter.“ Das Hotelprojekt soll den Spagat schaffen zwischen slow-food für die Hotelgäste und Ansturm auf 300 Mittagessen. Das drücke sich durch den 3 geschossigen Glasturm im Kontrast zu den horizontal verstreuten Refugia aus. Die Unterkünfte in den eingegrabenen Refugia brauchen Platz, sind sie doch aus Vorarbeiten für 5 Sterne- Campingplätze hervorgegangen und werden ausschließlich- auch im Winter- übers Freie erschlossen. Auch in der jetzt eingereichten reduzierten Form hat das Projekt eine Länge von 115 Metern. Die Anzahl der Belieferungsfahrten für das Hotel wird behördlich vorgeschrieben und für Gehbehinderte soll es Elektroautos geben. Eine Tiefgarage ist lediglich für 3-5 Fahrzeuge geplant.     
           
    

Finanzierung
Ganz besonders soll auch die Finanzierung aufgestellt werden. Neben ca. 1 Mio. € an Eigenmitteln sollen über eine Publikumsgesellschaft mit maximal 80 Teilnehmern und Einlagen zwischen 10.000 und 50.000 € ca. 2 Mio. € finanziert werden. Laut Stocker gibt es für das Projekt „tolle Förderungen“, die etwa 1 Mio. € bringen sollen. 1 Mio. fehlt noch auf das Gesamtvolumen von 5 Mio. €.     
           
    

Gemeinde Obernberg
Für die Gemeinde ist jedenfalls der See ohne Gastbetrieb die schlechteste Lösung. Eigentümer des Gasthauses und des ca. 3500 m² großen, entsprechend gewidmeten Grundstückes ist die Familie Stocker.  
           
    

Bericht Thomas Moser                  

 

      

 
       

27. September 2010:   

 

10. April 2011:  

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